Antidumpingzoll auf Aluminiumkonverterfolie China – Betroffene Produkte

Das Antidumpingverfahren bezieht sich auf bestimmte Folien und dünne Bänder aus Aluminium, auch als Aluminiumkonverterfolie (ACF) bezeichnet, die ihren Ursprung in China haben.

Die betroffene Ware wird derzeit unter dem KN-Code ex 7607 11 19 (TARIC-Codes 7607 11 19 60 und 7607 11 19 91) eingereiht.

Bei der betroffenen Ware handelt es sich bestimmte Folien und dünne Bänder aus Aluminium, die auf Veredelungsmaschinen weiterverarbeitet (laminiert, beschichtet,
lackiert, extrudiert (bedruckt), formatiert) werden.

Die Folien und Bänder weisen eine Dicke von weniger als 0,021 mm auf. Die Ware hat keine Unterlage und muss gewalzt sein.

Zur Herstellung:

Zunächst werden erhitzte Rohblöcke zu Rollen (Coils) zwischen 2 mm und 4 mm Dicke gewalzt (sog. Warmwalzen), bevor die resultierenden Stränge dann kalt auf die erforderliche Foliendicke
gewalzt werden.

Als alternative Folienwalzmethode gibt es das Stranggießen, das das Rohblockstadium umgeht: Hier wird das geschmolzene Aluminium direkt in Dickband umgewandelt, das unmittelbar zu der Rolle (Coil) gewalzt wird, aus dem dann die Folie gewalzt wird.

Im Handel wird die Aluminiumkonverterfolie wird auf Jumborollen mit einemStückgewicht von mehr als 10 kg geliefert und vertrieben.

Aluminiumkonverterfolie wird für ein weites Spektrum von Anwendungen wie Lebensmittel-, Pharma-, Kosmetik- und Tabakverpackungen sowie in Baumaterialien genutzt.

Folgende Waren sind NICHT von den Antidumpingmaßnahmen betroffen:

  1. Aluminium-Haushaltsfolien
    • Dicke von 0,008 mm bis 0,018 mm,
    • ohne Unterlage,
    • nur gewalzt,
    • in Rollen mit einer Breite von 650 mm oder weniger
    • Stückgewicht von mehr als 10 kg
  2. Aluminium-Haushaltsfolien
    • Dicke von wenigstens 0,007 mm und weniger als 0,008 mm –
      unabhängig von der Breite der Rollen
    • auch weichgeglüht
  3. Aluminium-Haushaltsfolien
    • Dicke von 0,008 mm bis 0,018 mm,
    • in Rollen mit einer Breite von mehr als 650 mm
    • auch weichgeglüht
  4. Aluminium-Haushaltsfolien
    • Dicke von mehr als 0,018 mm und weniger als 0,021 mm –
      unabhängig von der Breite der Rollen
    • auch weichgeglüht

Betroffene Ware

Aluminiumkonverterfolie / Aluminium-Folien / Aluminium-Bänder / ACF

Zolltarifnummern

ex 7607 11 19 (TARIC-Codes 7607 11 19 60 und 7607 11 19 91)

Land

China

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Aktueller Stand des Antidumpingverfahrens für China

Vorläufige Antidumpingzölle

Am 19.06.2021 hat die EU-Kommission vorläufige Antidumpingzölle für die für die Dauer von sechs Monaten eingeführt:

Die Antidumpingzölle für Aluminiumkonverterfolie mit Ursprung in China betragen bis zu 29,1 %.

Teilweise wurden aber auch niedrigere Antidumpingzölle vorgeschlagen. Bestimmte Firmen kommen daher in den Genuss von Vergünstigungen.

Es handelt sich dabei um nachfolgende Firmen:

Unternehmen Vorläufiger Antidumpingzoll TARIC-Zusatzcode
Jiangsu Zhongji Lamination Materials Co., Ltd. 29,1 % C686
Xiamen Xiashun Aluminium Foil Co., Ltd. 16,0 % C687
Yantai Donghai Aluminum Foil Co., Ltd. 25,2 % C688
 Andere mitarbeitende Unternehmen (Anhang der Antidumpingverordnung) 24,2 %  
Alle übrigen Unternehmen 29,1 % C999

Die Anwendung der vergünstigten Antidumpingzollsätze auf Aluminiumkonverterfolie aus China für die genannten Unternehmen setzt allerdings voraus, dass den Zollbehörden der Mitgliedstaaten eine gültige Handelsrechnung vorgelegt wird.

Dabei muss die Handelsrechnung eine Erklärung enthalten, die von einer dafür zuständigen, mit Name und Funktion ausgewiesenen Person des rechnungsstellenden Unternehmens datiert und unterzeichnet wurde und deren Wortlaut wie folgt lautet:

„Der/Die Unterzeichnete versichert, dass die auf dieser Rechnung aufgeführten und zur Ausfuhr in die Europäische Union verkauften [Mengenangabe] [betroffene Ware] von [Name und Anschrift des Unternehmens] ([TARIC-Zusatzcode]) in [betroffenes Land] hergestellt wurden und dass die Angaben auf dieser Rechnung vollständig und richtig sind.“

Wird keine solche Handelsrechnung vorgelegt, findet der für alle übrigen Unternehmen geltende Zollsatz Anwendung.

Hier drohen erhebliche Nachzahlungsrisiken. Unternehmen müssen daher sicherstellen, dass sie die richtigen Dokumente bei der Einfuhr haben.

» Vorläufige Antidumpingzölle – Link zur Verordnung

Einleitung Antidumpingverfahren

Die Europäische Kommission hat am 22. Oktober 2020 ein Antidumpingverfahren für die Einfuhren von Aluminiumkonverterfolie mit Ursprung in China eingeleitet.

Hintergrund ist ein Antrag von insgesamt 6 europäischen Herstellern, auf die mehr als 50 % der gesamten Produktion von zur Weiterverarbeitung bestimmten Folien und dünnen Bändern aus Aluminium in der Union entfallen.

Der Antrag vom 08. September 2020 legt Beweise dafür vor, dass sich die Einfuhren von Aluminiumkonverterfolie aufgrund ihrer Mengen und ihrer Preise negativ auf die betroffene europäische Branche ausgewirkt haben.

Die Dumping-Behauptung stützt sich bei der Ware auf Verzerrungen des Rohstoffangebots in China.

Außerdem gebe es in China noch ausreichend freie Kapazitäten, sodass die Einfuhren der Ware weiter steigen würden.

Andere Länder, wie die Vereinigten Staaten, die Türkei, Indien, Mexiko und Indonesien haben bereits Zölle und Maßnahmen auf die Ware erhoben. Dies werde ebenfalls zu einem starken Anstieg an Einfuhren der gedumpten Ware in die EU führen.

» Einleitung Antidumpingverfahren – Link zur Verordnung

Übersicht Verfahrensablauf

Nach Datum absteigend sortiert
  1. Vorläufige Antidumpingzölle
  2. Einleitung Antidumpingverfahren
Antidumpingzoll Aluminiumkonverterfolie aus China

Leistungsspektrum Antidumpingzoll Aluminiumkonverterfolie aus China

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