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Indica-Reis aus Kambodscha und Myanmar – verschärfte Zoll-Kontrollen

Derzeit kommt es zu verschärften Zoll-Kontrollen bei der Einfuhr von Indica-Reis aus Kambodscha oder Myanmar. Die Zollbehörden in der Europäischen Union führen verstärkt Kontrollen durch und fordern Sicherheiten beim Import von Reis aus Kambodscha und Myanmar.

Unternehmer sollten sich auf eine Verzögerung in der Zollabfertigung einstellen und auf zusätzliche finanzielle Belastungen.

Zoll erhebt Sicherheiten für Reis?

Erhebt der Zoll eine Sicherheit auf den Import von Reis oder erhebt Nachzahlungen für Reisimporte? Sprechen Sie unsere Anwälte in Hamburg und München gerne an, wir beraten Sie unter +49 40 369615-0 dazu, wie Sicherheitsleistungen für Reis abgewehrt werden können.

Schutzzoll auf Indica-Reis aus Kambodscha und Myanmar

Hintergrund der Zollkontrollen von Reis ist, dass ein Schutzzoll auf Indica-Reis aus Kambodscha und Myanmar besteht.

Im Jahre 2018 wurde auf einen Antrag Italiens hin ein Verfahren eingeleitet, mit dem die Einführung eines Schutzzolls geprüft wurde.

Die Europäische Kommission war zu dem Schluss gekommen, dass genügend Beweise dafür vorliegen, dass Indica-Reis mit Ursprung in Kambodscha und Myanmar die Reishersteller in der Europäischen Union schädigen.

Daraufhin wurde ein Schutzzoll auf Reis auf Kambodscha und Myanmar eingeführt, der derzeit unter den Zolltarifnummern 1006 30 27, 1006 30 48, 1006 30 67 und 1006 30 98 eingeführt wird. Es handelt sich hierbei um halbgeschliffenen bzw. vollständig geschliffenen Indica-Reis mit Ursprung in Kambodscha und Myanmar, der entweder als Massenware oder in kleinen Säcken zwischen 5 und 20 kg eingeführt wird.

Sicherheitsleistung beim Reisimport

Die Europäische Union hat nun offensichtlich Bedenken, dass Indica-Reis getarnt als Japonica-Reis eingeführt wird. Es besteht offensichtlich der Verdacht, dass importierende Unternehmen falsche Zolltarifnummern für Reis angeben.

Deswegen erhebt der Zoll derzeit Sicherheiten beim Import von Reis.

Im Regelfall werden Proben gezogen und zur Analyse gesendet. Bevor allerdings Analyseergebnisse für den Reis vorliegen, werden Sicherheiten bereits angefordert.

Unternehmen, die große Mengen an Reis einführen, haben daher derzeit ein erhöhtes Risiko, mit erheblichen Sicherheitsleistungen des Zolls in Deutschland und anderen europäischen Ländern konfrontiert zu werden.

Rechtsanwalt Anton Schmoll

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