Das Thema Lernplan ist bei der Examensvorbereitung praktisch unumgänglich. Zwar muss man für sich selbst entscheiden, ob und wenn ja in welcher Form man einen Lernplan braucht, grundsätzlich hilft er aber den meisten dabei, die Struktur zu behalten und produktiv zu arbeiten. Wenn man einen sinnvollen Lernplan aufstellen möchte, gilt es, einige Dinge zu beachten. Mit den Fragen, wie man an dieses Thema herantreten sollte und wann man damit anfangen sollte, wird sich in diesem Artikel auseinandergesetzt.

Wann sollte man einen Lernplan im Jurastudium machen?

Die meisten Studierenden machen am Anfang der Examensvorbereitung einen Lernplan. Das ist auch durchaus sinnvoll. Je nachdem, ob und wenn ja welches Repetitorium besucht wird, bekommt man oft einen schon vorgefertigten Plan an die Hand. Grundsätzlich ist es auch erstmal sinnvoll, sich an diesen Plan zu halten. Gerade, wenn man das Repetitorium nicht nur als reine Wiederholung ansieht, sondern auch ein paar neue Themengebiete dazu kommen, ist der Stoff aus dem Repetitorium im Normalfall schon genug, als dass man darüber hinaus noch besonders viel schaffen könnte.

Bei den meisten Studierenden ist das der Normalfall. Gerade wenn man das Studium in der Regelstudienzeit abschließen möchte, ist es relativ schwer, vorher wirklich einmal jedes Rechtsgebiet ausführlich zu behandeln. Vor allem für Studierende an Universitäten, an denen Professoren dazu neigen, einzelne Teilgebiete für Klausuren auszuschließen, gibt es im Repetitorium doch immer nochmal kleine Bereiche, die relativ neu sind.

Trotzdem sollte man sich unabhängig vom Repetitor einen eigenen Lernplan machen. Einerseits, da es nicht ratsam ist, die komplette Examensvorbereitung „nur“ anhand eines Repetitor zu gestalten. Andererseits auch, da der Lernplan vom Repetitor nicht auf einen selber zugeschnitten ist. Wenn man es schafft den Lernplan des Repetitors soweit einzuhalten, dass man am Ende des Repetitoriums das Meiste von dem beherrscht, was gelehrt wurde, sollte man eigentlich auf einem relativ guten Stand sein.

Einige fangen auch schon früher an, einen Lernplan zu erstellen. Beispielsweise für die Klausuren im Hauptstudium. Je nach Lerntyp kann das auch durchaus hilfreich sein. Vor allem ist das aber auch eine sehr gute Übung für später. Man lernt schonmal sich an den Lernplan zu halten und weiß auch, wie genau man einen guten Lernplan für sich selbst erstellt, beziehungsweise wie viel man wirklich schafft. Das alles ist eine sehr gute Grundlage, um einen passenden Lernplan anzufertigen und sich vor allem auch daran zu halten.

Wie sollte der Lernplan aussehen?

Das ist grundsätzlich sehr individuell. Jeder kommt mit einer anderen Art von Lernplan besser klar. Ist er detaillierter oder beschreibt eher die Grundzüge. Trägt man sich Zeiten ein und setzt viele Zwischenziele oder ist er wirklich mehr als ein Überblick über den Stoff gedacht? Was davon ein Lernplan erfüllen sollte, muss jeder für sich entscheiden. Einigen hilft es, wenn sie sehr genau wissen, was zu welcher Zeit an welchem Tag erledigt werden sollte, andere brauchen nur ein grobes Gerüst und nutzen nur Überthemen als Vorgabe.

Auch sollte der Lernplan auf die eigene Lernmethode zugeschnitten sein. Jeder sollte zum Ende des Studiums ungefähr wissen, wie er am besten lernen kann. Ist man eher der Typ, der sich für ein Thema viel Zeit lässt, wirklich viel liest und sich mit dem Thema beschäftigt bis es sitzt? Oder wiederholt man vielleicht immer nach einem längeren Zeitraum nochmal das, was man einmal gelesen hat? Die perfekte Anleitung zum Lernen gibt es nicht, weswegen man darauf achten sollte, wie es einem selbst am leichtesten fällt.

Kein richtig oder falsch

Lernpläne können deshalb auch völlig unterschiedlich aussehen. Einige gestalten sie sehr genau, formatieren sie als Checkliste mit sehr vielen kleinen Unterthemen und nehmen sich Zeit, um für jeden Tag etwas festzusetzen. Andere machen sich einfach eine Excel Datei mit den Themen, welche sie in einem längeren Zeitraum behandeln wollen. Das Schöne ist, dass es auch hier kein richtig oder falsch gibt.

Woran kann man sich orientieren?

Als Ausgangspunkt, an dem sich der Lernplan orientieren sollte, ist die Prüfungsordnung des jeweiligen Landes gut geeignet. Dort ist ein relativ genauer Überblick über den Pflichtfachstoff für das jeweilige Examen abgedruckt. Als grobe Orientierung eignet sich die Prüfungsordnung deshalb schonmal sehr gut. Zusätzlich hat man dann beispielsweise noch den Plan des Repetitors.

Danach sollte man sich außerdem einmal klarmachen, wo die eigenen Schwächen liegen. Welche Rechts- bzw. Teilgebiete man bisher eher vernachlässigt hat, oder welche Themen einem einfach ein bisschen schwerer fallen. Genau da kommt auch die Individualität des Lernplans wieder ins Spiel. Jeder hat Rechtsgebiete, die ihm mehr Spaß machen und deshalb auch ein bisschen leichter fallen, als andere. Aber genau das sollte auch im Lernplan berücksichtigt werden.

Als Nächstes sollte man einmal planen, wann man anvisiert, das Examen zu schreiben. Nur wenn man sich dieses Ziel wirklich ernsthaft setzt, kann man auch ordentlich darauf hinarbeiten. Das sorgt auch dafür, dass man wirklich versucht, den Plan einzuhalten.

Wenn man dann alle notwendigen Informationen zusammen hat, kann man sich ein wenig Zeit nehmen und einen Lernplan erstellen.

Wofür ist ein Lernplan gut?

Ein Lernplan für die Examensvorbereitung ist mitunter sehr wichtig. Es gibt mit Sicherheit auch Studierende, die ihre Vorbereitung, auch ohne irgendeine Art von Plan, gut auf die Reihe bekommen. Allerdings ist es sehr hilfreich, durch den Lernplan einen Überblick behalten zu können. Das hilft auch dagegen, dass während der Examensvorbereitung immer mehr Motivationstiefs aufkommen. Eine Struktur aufrechtzuerhalten ist dabei essenziell und mithilfe eines guten Lernplans auch gut machbar.

Inspirationsquellen

Gerade für die Examensvorbereitung in Eigenregie gibt es viele vorgefertigte Lernpläne. Zwar sollte man diese nicht unbedingt genauso übernehmen, allerdings können sie bei der Aufstellung eines persönlichen Lern- und Wiederholungsplans durchaus hilfreich sein.

Beispiele finden sich unter anderem bei:

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